Versicherungsbetrug:

Die Emnid-Umfrage der Top 10 der „Kavaliersdelikte“ hat es ans Licht gebracht: Jeder zehnte Deutsche findet Versicherungsbetrug verzeihlich. Mehr noch, immerhin fast zwei Drittel der Deutschen (62 Prozent) finden kleine Betrügereien prinzipiell in Ordnung. Dies hat eine aktuelle, repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der Versicherungs-Plattform ergeben, die friendinsurance in Auftrag gegeben hat.

Der redliche Norden

Am ehrlichsten hält man sich dagegen in nördlichen Regionen wie Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, aber auch in Baden-Württemberg (alle 5 Prozent). „Versicherungsbetrug wird häufig als Kavaliersdelikt angesehen”, sagt Tim Kunde, Geschäftsführer und Mitgründer von Friendsurance. „Das jährliche Bezahlen des Versicherungsbeitrags ohne wahrnehmbare Gegenleistung führt bei manchen Versicherten zu einem Anspruchsdenken, dass man jetzt auch mal an der Reihe sei, etwas zurück zu bekommen.“

Rechtliche Konsequenzen

Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Versicherungsbetrug ist eine Straftat und hat strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen.

Was für ein Widerspruch: Wie viele Bürger verurteilen die Straftaten von Kriminellen. Doch entwickeln einige eine ungeahnte Energie, wenn es um einen in ihren Augen lässlichen Betrug einer Versicherung geht. Dabei ist den Wenigsten klar: Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Er ist eine Straftat. Und er hat strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen.

Es drohen zivilrechtlich:

    Zahlungsverweigerung durch die Versicherung

    Verlust des Versicherungsschutzes

    Rückforderung der bereits bezahlten Leistungen und entstandenen Kosten

und strafrechtlich:

    Erstattung einer Strafanzeige – immer häufiger auch bei kleineren Schäden

    Bei Verurteilung Geldstrafen oder

    Haftstrafen bis zu fünf bzw. zehn Jahren

 

 

 

Hochwasser 2013 – Versicherer zahlen 1,8 Milliarden an ihre Kunden

 

  • forsa-Umfrage: 80 Prozent der Schäden wurden begutachtet, jeder zweite Befragte erhielt sofortige Vorschusszahlungen
  • Versicherer unterstützten vielfach bei der Schadenbeseitigung
  • Drei Viertel der versicherten Schäden in vermeintlich ungefährdeten Regionen

 

Nach einer aktuellen Analyse der Versicherungswirtschaft entstanden in den Fluten des Juni-

 Hochwassers 2013 rund 140.000 versicherte Schäden in Höhe von circa 1,8 Milliarden Euro.

Das teilt der GDV heute in Berlin mit. Es ist die zweite Hochwasserkatastrophe innerhalb

von elf Jahren mit versicherten Schäden in Milliardenhöhe.

forsa-Umfrage: 80 Prozent der Schäden wurden begutachtet
Das Hochwasser hat in acht Bundesländern große Schäden hinterlassen.

Besonders betroffen waren Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Thüringen.

Die Versicherer richteten sofort Hotlines ein, bildeten Krisenstäbe und setzten

Schadenregulierer ein, die sie aus ganz Deutschland in den Überschwemmungs-

gebieten zusammenzogen. Wie die Hilfe vor Ort angekommen ist und welche konkreten

Erfahrungen die Betroffenen mit ihrem Versicherer bei der Schadenregulierung gemacht

haben, hat forsa im Auftrag des GDV analysiert. Anfang August wurden Versicherte dazu

in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern repräsentativ befragt:

  • Bei der Erstberatung durch den Versicherer fühlten sich 90 Prozent der Befragten gut aufgehoben. Besonders zufrieden waren sie mit der Schnelligkeit und Kompetenz der Beratung.
  • Knapp 80 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihr Versicherer innerhalb von  
  • wenigen Tagen um den Schaden gekümmert hat.
  • Zum Zeitpunkt der Umfrage waren 80 Prozent der Schäden von Fachleuten begutachtet.
  •  Dabei hat jeder zweite Befragte eine Vorschusszahlung und konkrete Unterstützung zur Schaden-beseitigung erhalten, beispielsweise durch Vermittlung von Handwerkern oder Trocknungsfirmen.
Zum Zeitpunkt der Umfrage hatten mehr als zwei Drittel der Befragten ihre Schäden bereits
vollständig oder teilweise erstattet bekommen.

 

Verzögern Versicherer Leistungen?

 

Versicherer würden berechtigte Leistungen verzögern oder sogar verweigern. Das ist der Vorwurf, über den verschiedene Medien in den letzten Monaten berichtet haben. Das Bundesministerium der Justiz (BMJ) hatte vor diesem Hintergrund die Landesjustizverwaltungen sowie mehrere Verbände um eine Einschätzung zur aktuellen Regulierungspraxis gebeten.

Der GDV hat in den vergangenen Wochen aktuelle Zahlen und Fakten zum Regulierungsverhalten bei seinen Mitgliedsunternehmen erhoben. Die hohen Zufriedenheitswerte der Kunden und niedrigen Prozessquoten belegen, dass die Schaden- und Leistungsbearbeitung gut funktioniert. Für strategische Verzögerungen der Versicherer, wie in den Medien behauptet, gibt es also keine Anzeichen.

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